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Den Garten winterfest machen im Herbst – 5 Tipps, wie Sie Ihre Gartenabfälle korrekt entsorgen

Den Garten winterfest machen im Herbst – 5 Tipps, wie Sie Ihre Gartenabfälle korrekt entsorgen

Alle Jahre wieder: Mit dem Herbst kommt die Zeit, in der Sie Ihren Garten für die kalte Jahreszeit winterfest machen und herrichten. Sträucher werden noch einmal gestutzt, der Rasen gemäht, Unkraut gezogen, Bäume abgenommen. Für viele ist diese Arbeit an der frischen, wenn auch kühlen Luft in der Natur ein idealer Ausgleich zum Alltag. Allerdings fallen bei diesen Arbeiten auch immer Abfälle an. Aber wie werden diese eigentlich korrekt entsorgt? Wir haben 5 Tipps für Sie, wie Sie Ihre Gartenabfälle  entsorgen und wie besser nicht.  

Am Ende dieses Beitrages können Sie sich verschiedene Anleitungen downloaden, wie Sie Ihre Gartenabfälle umweltfreundlich entsorgen und dabei der Natur sogar noch etwas Gutes tun können.

 

1. Entsorgen Sie Ihre Gartenabfälle nicht illegal

Wussten Sie, dass es verboten ist, Gartenabfälle in der freien Natur zu entsorgen? Gartenabfälle im Wald zu entsorgen ist strafbar und es können bis zu 2.000 € Bußgeld anfallen. Aber warum ist das Entsorgen in der freien Natur verboten? Durch die Entsorgung von Gartenabfällen, beipsielsweise  im Wald, wird das Öko-System geschädigt: Es kann zur Überdüngung des Bodens kommen, das heißt, dass der Nährstoffhaushalt gestört wird. Außerdem können sich die Pflanzenabfälle ausbreiten und die standorttypischen speziell angepassten Pflanzen verdrängen. Außerdem können Giftstoffe ins Grundwasser und in den Boden gelangen. Entsorgen Sie Ihre Gartenabfälle also besser korrekt – der Umwelt zuliebe!

 

2. Verbrennen Sie Ihre Gartenabfälle nicht

Ebenfalls vielerorts verboten: Das Verbrennen von Gartenabfällen im eigenen Garten. Warum?! Meistens ist der Grünabfall noch feucht und somit entsteht beim Verbrennen viel Rauch, welcher sich schnell und weit ausbreitet. Dieser ist schlecht für die Luft und die Gesundheit. Durch die Ausbreitung des Rauches bringen Sie zum Beispiel auch Ihre Nachbarn in Gefahr. Aus diesen Gründen ist es in den meisten Kommunen verboten Gartenabfälle zu verbrennen. Wer sich daran nicht hält, dem droht ein Bußgeld. In manchen Kommunen ist es jedoch erlaubt seinen Abfall zu verbrennen, in anderen Kommunen besteht die Regel, dass nur unter Aufsicht und in bestimmten Monaten der Gartenabfall verbrannt werden darf. Informieren Sie sich unbedingt vor Ort in Ihrer Kommune über mögliche Verbote oder Regeln.

 

3. Tun Sie der Natur durch Ihre Gartenabfälle etwas Gutes

Lassen Sie Ihre Gartenabfälle im Garten und tun Sie der Natur damit etwas Gutes. Fügen Sie Ihrem Boden Nährstoffe hinzu und geben Sie den kleinen Tieren einen Unterschlupf. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

 

Kompostieren Sie Ihre Gartenabfälle

Legen Sie auf Ihrem Grundstück an geeigneter Stelle einen Komposthaufen oder mehrere an. Durch die entstehende Komposterde führen Sie Ihrem Garten wieder Nährstoffe zu wie Phosphor, Stickstoff oder Kalium. Verwenden Sie zum Kompostieren Schnittgut von Rasen und Hecken. Äste sollten Sie zerkleinern, da sich Holz nur langsam zersetzt. Vermischen Sie Holzabfall mit Grünschnitt, damit der Verrottungsprozess optimal ablaufen kann. Achten Sie ebenfalls darauf, dass der Gartenabfall getrocknet ist, so dass nichts verkleben kann und genug Sauerstoff vorhanden ist. Verwenden Sie außerdem grobes Material, damit die Abfälle sich nicht zu stark verdichten. Einen Kompost anlegen ist gar nicht so schwierig. Am Ende des Beitrags stellen wir Ihnen eine Anleitung zum Download zur Verfügung.

 

Mulchen Sie Ihre Gartenabfälle

Das Mulchen wirkt sich genauso auf Ihren Garten aus wie das Kompostieren. Bedecken Sie Ihren Boden mit Mulch oder Rasenschnitt und die enthaltenen Nährstoffe werden wieder dem Boden hinzugefügt. Das bewirkt, dass die Bodenstruktur langfristig verbessert wird und der Boden im Sommer langsamer austrocknet. Wie das Mulchen funktioniert, finden Sie am Ende dieses Beitrags.

 

Legen Sie aus Ihren Gartenabfällen einen Reisighaufen an

Sie möchten Tieren etwas Gutes tun? Dann legen Sie mit Hilfe von Baumschnitt einen Reisighaufen an und bieten Sie dadurch vielen Tieren in Ihrem Garten einen Unterschlupf: Käfer, Igel, Hasen und verschiedene Vogelarten können so einen geschützten Platz finden. Der Haufen sackt mit der Zeit ein, da sich das Astwerk zersetzt. Somit können Sie weiter anfallendes Schnittgut auf Ihrem Reisighaufen entsorgen. Am Ende des Beitrags können Sie sich eine Anleitung zum Bau eines Reisighaufens herunterladen.  

 

4. Nutzen Sie die Angebote kommunaler und privater Entsorger in Ihrer Kommune

Nutzen Sie Biotonnen, Gartentonnen, Gartencontainer oder Wertstoffhöfe in Ihrer Kommune für Ihre Gartenabfälle. Aber beachten Sie dabei in welcher Tonne welcher Abfall entsorgt werden darf.

 

Nutzen Sie die Biotonne

Ihr Garten ist nicht groß, aber Sie möchten ihn dennoch winterfest machen? Dann entsorgen Sie kleine Mengen Gartenabfall doch einfach in der Biotonne. In die Biotonne dürfen kleine Mengen Gartenabfälle wie Laub, Stroh und kleine Zweige, Grasschnitt, Unkraut sowie Sägemehl von unbehandeltem Holz. Außerdem können Sie Ihren Abfall von Schnittblumen und Topfpflanzen in der Biotonne entsorgen. Aber bitte ohne Plastiktöpfe! Erkundigen Sie sich in Ihrer Kommune über die Biotonne.

 

Nutzen Sie die Gartentonne

Einige Entsorgungsunternehmen bieten spezielle Behälter an, die für Gartenabfälle gedacht sind, wie zum Beispiel die Gartentonne. Darin können Sie beispielsweise  Rasenschnitt, Laub-, Baum- und Strauchschnitt entsorgen. Auch nicht verunreinigtes Heu und Stroh sowie Pflanzenreste dürfen Sie in Ihre Gartentonne werfen. Praktisch: Die Tonne wird regelmäßig geleert und Sie sparen sich den Weg zum Wertstoffhof. Erkundigen Sie sich vor Ort bei Ihrem Entsorger.

 

Nutzen Sie einen Gartencontainer

Ihr Garten ist wirklich groß,  es fällt jede Menge Grünabfall an und Ihre Bio- oder Gartentonne ist dafür viel zu klein? Dann bestellen Sie sich einen Gartencontainer für große Mengen von Rasenschnitt, Laub-, Baum- und Strauchschnitt, nicht verunreinigtes Heu und Stroh sowie Pflanzenreste. Je nach Menge des Abfalls gibt es die Container in  unterschiedlichen Größen, so dass für jede Abfallmenge der passende Container vorhanden ist. Erkundigen Sie sich bei Ihren örtlichen Containerdiensten.

 

Fahren Sie zum Wertstoffhof

Eine Alternative, vor allem für große Mengen Gartenabfälle: Der Wertstoffhof.  Grobes Schnittgut, welches Sie nicht kompostieren können und welches nicht in die Tonne passt, können Sie ganz einfach beim Wertstoffhof in Ihrer Nähe entsorgen. Informieren Sie sich in Ihrer Kommune.

 

5. Geben Sie Bauern, Tierheimen oder Förstern Ihre Gartenabfälle

Ihr Gartenabfall kann helfen. Erkundigen Sie sich vor Ort bei Landwirten, Zoos oder dem Förster. Getrockneten Rasenschnitt können Sie beispielweise landwirtschaftlichen Betrieben bringen, die das Heu an ihre Tiere verfüttern. Über Eicheln oder Kastanien freuen sich Tierheime oder Zoos, denn sie sind nützliche Futterreserven für die Tiere. Oder machen Sie dem Förster eine Freude durch Ihren Gartenabfall: Er kann Baumfrüchte an die Tiere im Wald verfüttern.

 

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps helfen, die Gartenarbeit auch am Ende des Sommers noch zu genießen. Sie fragen sich, wie ein Reisighaufen überhaupt gebaut wird und wie Sie in Ihrem Garten richtig mulchen und kompostieren? Dann haben wir für Sie hilfreiche Anleitungen, die Sie ganz einfach mit einem Klick öffnen können:

Kompostieren

Mulchen

Reisighaufen bauen

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Gartenarbeit!

 

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