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Was tun, wenn´s gekracht hat?! – Sechs Tipps, wie Sie sich nach einem Autounfall korrekt verhalten

Was tun, wenn´s gekracht hat?! – Sechs Tipps, wie Sie sich nach einem Autounfall korrekt verhalten

Niemand wünscht es sich, aber es kann jederzeit passieren: Ein Autounfall, sei es ein Auffahrunfall an der Ampel, ein Zusammenstoß mit Wild oder eine Kollision mit einem Radfahrer. Glück im Unglück, wenn es dabei nur zu einem Blechschaden kommt und die Beteiligten unverletzt bleiben. Dennoch gilt es auch bei einem kleineren Autounfall einiges zu beachten. Was Sie tun sollten, wen Sie informieren müssen und wie es nach dem Unfallgeschehen weitergeht, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen. Und auch, was Sie tun können, um es den Rettungskräften im Falle eines schweren Unfalls leichter zu machen, Sie und weitere Insassen zu befreien.

 

1. Ruhe bewahren

Auch wenn Ihre Welt bei einem Autounfall innerhalb von Sekunden aus den Fugen gerät: Versuchen Sie, die Ruhe zu bewahren. Ein kühler Kopf ist jetzt besonders wichtig, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich einen Unfallleitfaden ins Handschuhfach legen? Eine Checkliste, an der Sie sich in der Aufregung entlang hangeln können. Viele Versicherungen bieten Unfallaufnahmebögen an; erkundigen Sie sich danach bei Ihrer Versicherung.

 

Nach einem Autounfall: Warndreieck aufstellen 2. Faustregel: Anhalten, Warnen, Helfen

Die Straßenverkehrsordnung schreibt es vor und auch der gesunde Menschenverstand legt es nahe: Wer in einen Autounfall verwickelt ist, muss anhalten, den Verkehr sichern, den nachfolgenden Verkehr warnen und Verletzten helfen. Wer nicht hilft, macht sich strafbar. Ein Anruf bei der Polizei oder der Feuerwehr ist das Mindeste und immer zumutbar.

Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Schalten Sie zusätzlich die Beleuchtung des Fahrzeugs ein, damit es gut sichtbar ist. Platzieren Sie das Warndreieck: Mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle auf Landstraßen, mindestens 200 Meter auf Autobahnen.

Es ist jemand verletzt worden? Leisten Sie Erste Hilfe und verständigen Sie den Rettungsdienst.

 

Wichtig: Polizei alarmieren3. Polizei und Versicherung informieren

Es empfiehlt sich, bei jedem Autounfall die Polizei zu benachrichtigen, vor allem, wenn es zu Sach- oder Personenschäden gekommen ist. Die Beamten nehmen die Aussagen der Unfallbeteiligten auf. Diese stehen dann für die Schadensregulierung durch die Versicherungen zur Verfügung. Auch Ihre Versicherung sollten Sie möglichst sofort kontaktieren. Lassen Sie sich vom Unfallgegner Personalausweis und Fahrzeugschein zeigen und notieren Sie sich das Kennzeichen sowie die Versicherungsdaten.

 

Wichtig nach einem Autounfall: Beweise sichern4. Beweise sichern

Um bei der Regulierung des Schadens und im Zuge eines eventuellen Gerichtsstreits zu unterstützen, sollten Sie Beweisfotos anfertigen oder eine Unfallskizze erstellen. Fotografieren Sie die entstandenen Schäden, am besten aus verschiedenen Perspektiven. Auch Glassplitter und Bremsspuren sollten Sie fotografieren. Die Fotos können bei der Rekonstruktion des Autounfalls hilfreich sein. Die Fotos können Sie Ihrer Versicherung zur Verfügung stellen, um den Schadenumfang zu verdeutlichen.

 

Auch nach einem Unfall mit Blechschaden dürfen Sie nicht ohne Weiteres weiterfahren 5. Verkehrstauglich?! Oder besser: Abschleppwagen?

Ihr Auto hat zwar etwas abbekommen, fährt aber noch? Nach der Beweisaufnahme damit einfach weiterzufahren, ist jedoch nicht unbedingt eine gute Idee. Denn nicht immer ist ihr Auto noch verkehrstauglich. Sie sollten die herbeigerufenen Polizeibeamten fragen, ob Sie mit ihrem Auto weiterfahren dürfen. Denn scharfkantige Teile oder zersplitterte Scheinwerfer können eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer, z. B. Fußgänger oder Radfahrer, sein. Sie könnten unter Umständen von Ihrer Versicherung in Regress genommen werden, wenn es zu einem Unfall kommt.

Lassen Sie Ihr Auto besser von einem Abschleppwagen abholen und in die nächste Werkstatt schleppen. Sie sind Mitglied in einem Automobilclub? Oder Ihre Versicherung beinhaltet einen Schutzbrief? Dann sind Abschleppfahrten für Sie in der Regel kostenlos oder zumindest günstig.

 

Nach einem Autounfall muss das Fahrzeug repariert werden6. Unfallinstandsetzung

Ihr Auto muss nach dem Unfall wieder instandgesetzt werden. Am besten lassen Sie den Schaden in einer Fachwerkstatt beheben. Doch nicht zu voreilig! Warten Sie ab und fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach, ob ein Gutachter oder Sachverständiger das Fahrzeug vorab begutachten muss. Lassen Sie den Schaden zu schnell beheben, ist dieser nicht mehr sichtbar und nachvollziehbar. Es handelt sich um eine Obliegenheitsverletzung. Sie könnten unter Umständen Ihren Versicherungsschutz verlieren!

 

Unser Zusatztipp: Rettungskarte kann Leben retten

Beinahe jeder Fahrzeughersteller und -importeur bietet sie an. Und sie kann Leben retten: Die Rettungskarte. Sie zeigt schematisch an, wo sich im entsprechenden Fahrzeugmodell die Airbaggeneratoren oder der Kraftstofftank, Karosserieverstärkungen oder Gurtstraffer befinden. Die Kenntnis über die Lage dieser Teile erleichtert es den Rettungskräften, eingeklemmte Personen nach einem Autounfall zu bergen. Eine Bergung ist dann schneller und mit weniger Risiko möglich. Der beste Platz für die Aufbewahrung der Rettungskarte ist die Sonnenblende auf der Fahrerseite. Dieser Aufbewahrungsort wurde Rettungskräften international kommuniziert. Der ADAC hat die Rettungskarte ins Leben gerufen und bietet auf seiner Webseite eine umfassende Liste an: https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/sicher-unterwegs/rettungskarte/default.aspx?ComponentId=32955&SourcePageId=41340 . Drucken Sie sich Ihre Rettungskarte doch gleich farbig aus.

Ich wünsche allzeit gute Fahrt!

 

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Über den Autor

Kati Meyer-Thiedig

Mitarbeiterin der Karl Meyer Unternehmenskommunikation seit 2011

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