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Entrümpeln leicht gemacht: 5 Tipps rund um Entsorgung, Wiederverwertung und Upcycling

Entrümpeln leicht gemacht: 5 Tipps rund um Entsorgung, Wiederverwertung und Upcycling

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei mir zuhause hat sich über die Jahre unbemerkt allerhand Zeug angesammelt. Ist ihr Keller auch voll mit Kartons, die Dinge beinhalten, die Sie seit Jahren nicht benutzt und folglich auch nicht vermisst haben? Haben Sie auch ordnerweise Papiere – Rechnungen, alte Versicherungsunterlagen, etc. – und einen übervollen Kleiderschrank? Dann ist es an der Zeit, sich von einigen überflüssigen Dingen zu trennen, sie richtig zu entsorgen, zu verkaufen oder verschenken. Sie werden sehen: Mit ein paar Tricks fällt das Entrümpeln gar nicht so schwer.

Entrümpeln im großen Stil: Sperrmüll und Elektroschrott

Also, dann wollen wir mal loslegen. Vorab ein Tipp, um bei all den kleinen und großen Projekten nicht sofort die Motivation zu verlieren: Beginnen Sie Ihre Entrümpelung mit den größten Teilen und arbeiten Sie sich dann zu den kleinteiligen Projekten vor. Sortieren Sie zunächst Möbelstücke, defekte Elektrogeräte und alles, was viel Platz wegnimmt, aus. So schaffen Sie Platz, nicht nur in Ihrem Zuhause, sondern auch in Ihrem Kopf. Ich mag Listen, Sie auch? Erstellen Sie eine, auf der Sie alle Entrümpelprojekte notieren, z.B. nach Zimmern oder Schränken sortiert. Es fühlt sich toll an, nach getaner Arbeit einen Haken hinter Erreichtes zu setzen.

Ob alte oder kaputte (Garten)Möbel, Matratzen, Teppiche oder das Sofa, das längst durchgesessen und zerschlissen ist – manche Dinge lassen sich nicht mehr retten oder es wäre schlicht unwirtschaftlich, sie noch einmal aufarbeiten zu lassen. Sie sind dann ein Fall für den Sperrmüll. Am besten, Sie verschaffen sich als erstes einen Überblick und stellen alles, was sie nicht mehr gebrauchen können, in einer Ecke Ihres Kellers zusammen. Dann können Sie auch abschätzen, wieviel Sperrmüll zusammenkommt. Melden Sie dann bei Ihrer Kommune eine Sperrmüllabfuhr an und stellen Sie die ausrangierten Teile kurz vor dem Abfuhrtag an die Straße. Alternativ können Sie die sperrigen Stücke auch zum Wertstoffhof bringen. Aber was gehört eigentlich auf den Sperrmüll und was nicht?

Was gehört auf den Sperrmüll?

  • Möbelstücke
  • Bettgestelle, Lattenroste, Matratzen
  • Teppiche, PVC-Böden
  • Kisten, Koffer
  • Altmetalle, z.B. Fahrräder, Kettcar, Kinderwagen

Was gehört nicht auf den Sperrmüll?

  • Haushaltsabfälle
  • Textilien und Bekleidung
  • Altreifen
  • Gartenabfälle (Strauch- und Baumschnitt, Laub etc.)
  • Flaschen
  • Fenster- und Türglas
  • Fensterrahmen und Türen
  • Gefährliche Abfälle wie z.B. Batterien, Asbest oder Lösemittel

Sie haben auch noch eine defekte Waschmaschine oder einen alten Kühlschrank? In vielen Kommunen wird zeitgleich mit der Sperrmüllabholung auch Elektroschrott eingesammelt. Erkunden Sie sich am besten vor Ort in Ihrer Gemeinde. Aber was zählt zu Elektroschrott?

Elektro- / Elektronikgeräte

  • Kühl- / Gefrierschränke
  • Waschmaschinen / Trockner /  Spülmaschinen / Schleudern
  • Mikrowellen / Dunstabzugshauben
  • Elektro- / Gasherde m. E-Zündung
  • Fernseher, Monitore
  • Computer / Kopierer
  • Ölradiatoren
  • Rasenmäher (ohne Betriebsmittel)

 

Sensible Daten gehören nichts ins Altpapier: Aktenvernichtung

Sie kennen das bestimmt auch: Wenn Sie das Aufräumfieber gepackt hat, möchten Sie am liebsten alles wegwerfen, was Ihnen in diesem Moment unwichtig erscheint. Auch alte Rechnungen, Kontoauszüge, Steuerunterlagen, Kassenzettel, Versicherungsunterlagen etc. pp … Über die Jahre sammelt sich jede Menge Papierkram an. Es lohnt sich, wenn Sie sich einmal die Zeit nehmen, diese Papierberge auszumisten. Sie bekommen mehr Platz, eine bessere Übersicht und Sie werden sich erleichtert fühlen. Doch Vorsicht! Werfen Sie nicht einfach wahllos alles weg. Bei offiziellen Unterlagen gilt es, Aufbewahrungsfristen zu beachten. Diese unterscheiden sich.

Hier eine kurze Übersicht der geltenden Fristen für Privatpersonen:

2 Jahre: Kassenbelege (Gewährleistung in der Regel 24 Monate); bei Großanschaffungen lohnt es sich jedoch, die Belege für die Hausratversicherung als Nachweis bei einem Schadenfall aufzubewahren, bis Sie sich von dem Stück trennen (z.B. Möbel, Elektronik, Schmuck, Fahrräder etc.)

3 Jahre: Alte Mietverträge, Übergabeprotokolle, Kautionsnachweise

4 Jahre: Kontoauszüge

6 Jahre: Steuerbescheide und -unterlagen

30 Jahre: Kreditunterlagen, Gerichtsurteile, Mahnbescheide

Bis zur Rente: Unterlagen zur Dokumentation des beruflichen Werdegangs (Gehaltsabrechnungen, Kündigungen, Arbeitsverträge etc.)

Lebenslang: Standesamtliche Urkunden, z.B. Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden; ärztliche Gutachten; (Hoch)Schulzeugnisse; Nachweise für Wohneigentum

 

Die aussortierten Unterlagen einfach im Altpapiercontainer oder der Altpapiertonne zu entsorgen, ist keine gute Idee, schließlich beinhalten sie zum Teil sensible persönliche Daten, z.B. Kontonummern, Adressen, etc. Besser ist es, die Unterlagen durch einen Aktenvernichter zu schieben, also zu schreddern. Die Papierschnipsel können sie anschließend in die Altpapiertonne werfen. Sie haben eine ganze Menge aussortiert? Dann bestellen Sie sich doch einen speziellen Sicherheitsbehälter für die Aktenvernichtung. In diese können Sie z. T. ganze Aktenordner einwerfen. Die Betriebe garantieren eine rechtskonforme Vernichtung der Akten und Sie erhalten ein Vernichtungszertifikat als Entsorgungsnachweis. Erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Entsorger danach.

Vorsicht beim Entrümpeln von gefährlichen Abfällen

Von der letzten Renovierung sind Farb- und Lackreste übrig, die längst eingetrocknet sind und Ihnen immerzu im Weg stehen? Sie haben angebrochene Behälter mit Pflanzen-, Frost- oder Holzschutzmitteln? Chemikalienreste, vor allem mit unbekannter Herkunft und Zusammensetzung, sind ein Fall für den Sondermüll. Ebenso Batterien und Leuchtstoffröhren. Wie und wo Sie Schadstoffe korrekt entsorgen, erklären wir Ihnen in unserem Blogbeitrag zum Thema Schadstoffe im Haushalt: 5 Tipps zur richtigen Entsorgung von gefährlichen Abfällen .

Beim Entrümpeln etwas Gutes tun

Nutzlose Dinge? Alles eine Frage der Perspektive. Manche Dinge sind einfach zu schade zum Wegwerfen. Was Ihnen nutzlos vorkommt, mag für andere ein echtes Fundstück sein, was bei Ihnen ausgedient hat, benötigt jemand anders vielleicht gerade dringend. Vor allem bei Kinderkleidung und -spielzeug, Kinderwagen und Reisebett ist dies oft der Fall. Vieles ist noch völlig in Ordnung, viel zu schade für den Müll, hat aber in Ihrem Zuhause schon lange seinen Dienst getan. In diesem Fall haben Sie vier Möglichkeiten, die gut erhaltenen Dinge loszuwerden:

Verkaufen. Spenden. Tauschen. Verschenken.

Verkaufen: Erkundigen Sie sich im Freundeskreis und der Familie, ob dort etwas gebraucht wird, schalten Sie eine Kleinanzeige in der örtlichen Tageszeitung oder versteigern Sie es bei einer Online-Auktion. Sie können auch an einem Flohmarkt teilnehmen und die ausgedienten Dinge verkaufen, das kostet sie nur etwas Aufwand und eine kleine Standgebühr.

Spenden: Sie möchten gar kein Geld für Ihre ausgedienten Kleidungsstücke? Dann spenden Sie sie doch! Karitative Einrichtungen wie z.B. die Kleiderkammern des Deutschen Roten Kreuzes freuen sich fast immer über Kleiderspenden. Sie kommen dann beispielsweise obdachlosen oder bedürftigen Menschen zugute, der Erlös fließt in die ehrenamtliche Arbeit der Einrichtungen. Erkundigen Sie sich vor Ort in Ihrer Gemeinde.

Tauschen: Bücher wegwerfen – das geht nicht! Sehen Sie das auch so? Dann gründen Sie doch einen Büchertausch-Club im Freundes- oder Familienkreis. So kommt automatisch Abwechslung in Ihr Bü-cherregal und Sie haben beim nächsten Treffen garantiert Gesprächsstoff. Das Prinzip funktioniert im Übrigen auch hervorragend mit CDs, DVDs, Schallplatten und Kleidungsstücken.

Verschenken: Sie kennen den Geschmack Ihrer Freunde und Familie am besten. Bringen Sie zum nächsten Kaffeeklatsch doch anstatt Blumen einfach mal ein ausgelesenes Buch oder eine CD aus ihrer gemeinsamen Jugend mit – da sind Lacher und gute Gespräche garantiert.

Alten Dingen neues Leben einhauchen: Wiederverwenden und upcyclen

Upcycling ist in aller Munde: Alte unscheinbare Dinge lassen sich mit etwas Fantasie und handwerklichem Geschick zu Hinguckern wiederverwerten, sie müssen nicht zwangsläufig entsorgt werden. Aus Marmeladengläsern werden, mit Tapetenresten beklebt, bunte Vasen oder Kerzenhalter. Ausgediente T-Shirts oder Vorhänge können zu Stofftaschen oder Kissenbezügen umgenäht werden. Aus Zeitungspapier und Zeitschriften werden bunte Briefumschläge oder Geschenkpapier. Aus umgedrehten Kleiderbügeln werden Garderobenhaken, Besteck wird zu Schmuck, Porzellantassen werden zu Blumentöpfen, Weck- und Schraubgläser werden zur Aufbewahrung für Kleinteile (Knöpfe, Schrauben, Nägel…) … Im Internet finden Sie unter dem Stichwort „Upcycling“ hunderte Ideen und Anregungen. Das Thema Upcycling interessiert sie? Wir haben auch in diesem Blog bereits einen Beitrag zu dem Thema veröffentlicht. Lesen Sie mehr: https://blog.karl-meyer.de/upcycling-nicht-alles-ist-fuer-die-tonne .

 

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Über den Autor

Kati Meyer-Thiedig

Mitarbeiterin der Karl Meyer Unternehmenskommunikation seit 2011

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