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Wohin mit dem alten Weihnachtsbaum? Fünf Tipps, wie Sie Ihren Weihnachtsbaum richtig entsorgen oder wiederverwenden

Wohin mit dem alten Weihnachtsbaum? Fünf Tipps, wie Sie Ihren Weihnachtsbaum richtig entsorgen oder wiederverwenden

Ihnen geht es sicher wie Millionen Menschen: Auch Sie kaufen in der Vorweihnachtszeit einen Tannenbaum, schmücken ihn liebevoll, legen die Geschenke darunter und erfreuen sich am Lichterglanz und dem frischen Tannenduft. Doch nach den Festtagen, spätestens am 6. Januar, fängt er an zu nadeln oder Sie haben die Weihnachtsdeko satt. Der Baum muss entsorgt werden. Aber wie und wo? Und muss das eigentlich sein? Kann der Weihnachtsbaum nicht noch recycelt werden? Wir geben Ihnen fünf nützliche Tipps, wie Sie Ihren ausgedienten Weihnachtsbaum richtig entsorgen, was Sie nicht tun sollten und wie Sie ihn wiederverwerten können. Erfahren Sie mehr …

 

 1. Weihnachtsbaum an die Straße legen und abholen lassen

Die meisten Kommunen bieten eine Abholung vor der Haustür an, vielleicht auch Ihre? Erkundigen Sie sich vor Ort. Zu festgelegten Terminen werden die Weihnachtsbäume abgeholt und entsorgt.

 

Checkliste: Was gilt es vor der Abholung zu beachten?

  • Abholtermin für Ihre Straße herausfinden: Diesen erfahren Sie bei Ihrer Kommune (z. B. im Abfallkalender, auf der Webseite oder in der Lokalpresse). Achten Sie darauf, den Baum am Abfuhrtag rechtzeitig bereitzulegen. In der Regel gibt es nur einen Termin pro Straßenzug.
  • Abschmücken, und zwar restlos! Es dürfen kein Lametta oder Engelshaar, keine Kugeln oder Strohsterne, keine Kerzen oder Lichterketten mehr daran sein. Die enthaltenen Schwermetalle können sonst zu Schadstoffbelastungen beim Kompostieren führen.
  • Maximale Baumgröße für die Abholung beachten! Kontaktieren Sie hierzu Ihren örtlichen Entsorger bzw. die Kommune. Sollte der Baum zu groß sein, kann er unter Umständen nicht mitgenommen werden, da nicht nur Fahrzeuge und Maschinen an ihre Grenzen kommen, sondern auch die Müllwerker, die den Baum transportieren müssen. Entweder müssen Sie ihren Baum sauber zerteilen oder zu einem Wertstoffhof bringen. Dies regelt jede Kommune anders, erkundigen Sie sich deshalb vor Ort.

 

Und was passiert mit den Weihnachtsbäumen nach der Abholung? Sie werden zu den Wertstoffhöfen gebracht, wo sie geschreddert und zu Kompost verarbeitet werden. Sie können Ihren alten Tannenbaum, entsprechend zerkleinert, selbstverständlich auch im eigenen Garten kompostieren.

 

2. Weihnachtsbaum up- oder recyceln: Tierfutter, Grabschmuck, Badezusatz und vieles mehr

Einige Zoos und Tierparks nehmen gern alte Tannenbäume an, denn die Tiere können Rinde und Nadeln fressen oder mit dem Baumstamm spielen. Fragen Sie vor Ort an. Wichtig: Ausschließlich Biotannenbäume kommen für diese Art des Recyclings in Frage. Denn chemisch behandelte Bäume können mit Schadstoffen belastet sein, die die Tiere krank machen.

Die Zweige des ausgedienten Weihnachtsbaums können Sie als Frostschutz verwenden. Sie schützen Pflanzen auf Blumenbeeten oder Gräbern vor dem Frost von Januar bis März. Und hübsch anzusehen ist diese Art des Frostschutzes noch obendrein. Im Frühjahr können Sie die Zweige dann in der Biotonne oder auf dem Komposthaufen entsorgen.

Tannennadeln können im Garten auch zur Schneckenabwehr zum Einsatz kommen. Schnecken mögen es nämlich überhaupt nicht, über die piksenden Nadeln zu kriechen. Streuen Sie die Nadeln einfach auf Ihre Beete, zwischen die Pflanzen, um diese vor Schnecken zu schützen.

Aus dem Stamm können Sie Mulch anfertigen, der Unkraut fernhält, vor Kälte schützt und dem Boden wichtige Nährstoffe liefert. Dazu schreddern oder häckseln Sie die Zweige des Tannenbaumes und verteilen den Mulch in Ihren Blumenbeeten.

Aus den Nadeln der Kiefer, Fichte oder Tanne lässt sich auch ganz einfach ein Badezusatz herstellen. Die ätherischen Öle der Nadeln wirken entspannend und befreien bei Erkältungen die Atemwege. Kochen Sie etwa 100g Nadeln für mindestens zehn Minuten aus. Den fertigen Sud können Sie durch ein Sieb direkt ins Badewasser geben. Diese Menge reicht für ein Vollbad.

Upcycling interessiert Sie? Lesen Sie weiter und finden Sie mehr Ideen in unserem Beitrag zum Thema Upcycling – Nicht alles ist für die Tonne.

 

3. Weihnachtsbaum mit Wurzelballen: So wird der Christbaum zum jahrelangen Familienmitglied

Wenn Sie die Möglichkeit und den Platz haben, denken Sie doch einmal darüber nach, ob Sie sich im nächsten Jahr einen Tannenbaum mit Wurzelballen zulegen. Nach den Festtagen können Sie ihn mitsamt Topf in den Garten oder auf die Terrasse stellen und zum nächsten Weihnachtsfest wieder hereinholen und schmücken. Für einige Jahre, solange sich der Baum transportieren lässt und der Topf nicht zu klein wird, können Sie ihn dann immer wieder verwenden. Anschließend können Sie ihn auspflanzen und sich an seinem Anblick und Duft im Garten erfreuen.

 

4. Weihnachtsbaum NICHT im Wald entsorgen!

Den Baum dorthin bringen, wo er hergekommen ist, also in die Natur? Ein naheliegender Gedanke, aber keine gute Idee. Denn viele Weihnachtsbäume sind chemisch behandelt und verrotten schlecht. Selbst bei Biotannenbäumen dauert es Jahre, bis sie sich vollständig zersetzt haben. Tannenbäume gelten deshalb als Müll, und der hat im Wald nichts verloren.

 

 

5. Weihnachtsbaum verfeuern

Eine Alternative zur Müllabfuhr ist die Verbrennung des ausgedienten Weihnachtsbaumes. Aber bitte nicht im eigenen Garten! Das ist nämlich verboten. Aus Umweltschutzgründen ist das private Verbrennen von pflanzlichen Abfällen unter freiem Himmel in vielen Gemeinden streng untersagt. Es gibt jedoch Ausnahmen, sogenannte „Brenntage“. Erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde, wann und unter welchen Umständen das Verbrennen von Gartenabfällen erlaubt ist.

Wer allerdings einen Kamin hat, kann den eigenen Baum bedenkenlos verfeuern. Dazu muss das Holz vorher jedoch gut getrocknet und gelagert werden.

Sie haben ein großes Grundstück oder eine Garage? Dann lagern Sie Ihren alten Tannenbaum doch bis kurz vor Ostern. Viele Ortsfeuerwehren sammeln ausgediente Tannenbäume ein, um damit das örtliche Osterfeuer anzufachen. Erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde.

 

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Über den Autor

Kati Meyer-Thiedig

Mitarbeiterin der Karl Meyer Unternehmenskommunikation seit 2011

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