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Schadstoffe im Haushalt: 5 Tipps zur richtigen Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Schadstoffe im Haushalt: 5 Tipps zur richtigen Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Nicht alles, was wir im Haushalt verwenden, ist ungefährlich. Ganz im Gegenteil: In Alltagsgegenständen verbergen sich zuweilen eine Reihe von Schadstoffen: Von Schwermetallen über Altöl bis hin zu Quecksilber. Am besten wäre es, im Haushalt komplett auf Schadstoffe zu verzichten, aber das ist nicht immer ohne Weiteres möglich. Auch wenn die Mengen der gefährlichen Schadstoffe eher gering ausfallen, ist ihre schädliche Wirkung auf die Umwelt dennoch groß. Deshalb ist deren richtige Entsorgung für Mensch, Tier und Umwelt ebenso wichtig wie eine sichere Aufbewahrung und ein korrekter Umgang. Welche Dinge zu den Schadstoffen gehören und warum, erklären wir hier. Und auch, wie und wo Sie die gefährlichen Abfälle korrekt entsorgen.

Schadstoffe im Haushalt – Umgang und Aufbewahrung

In beinahe jedem Haushalt kommen Schadstoffe vor, sei es in Form von Reinigungsmitteln, Farben und Lacken, Batterien, Gartenchemikalien, Energiesparleuchten oder Altmedikamenten. Sie können giftig, ätzend oder leicht entzündlich sein. Nicht nur die korrekte Entsorgung dieser Schadstoffe ist wichtig, sondern auch der sorgfältige Umgang mit ihnen. Für die Umwelt und die eigene Gesundheit! Hier einige allgemeine Tipps:

  • Bewahren Sie schadstoffhaltige Produkte für Kinder unzugänglich auf.
  • Mischen Sie keine Reste von schadstoffhaltigen Produkten miteinander; es können dabei giftige Gase entstehen. Für eine fachgerechte Entsorgung muss außerdem bekannt sein, um welchen Stoff es sich handelt
  • Bewahren Sie schadstoffhaltige Produkte immer in der Originalverpackung auf.
  • Füllen Sie Reste von schadstoffhaltigen Artikeln nicht in ausgediente Lebensmittelverpackungen, z. B. Getränkeflaschen, um. Die Gefahr einer Vergiftung ist nicht zu unterschätzen!
  • Sollten Sie beim Aufräumen Chemikalienreste finden, geben Sie diese sicherheitshalber bei der Schadstoffsammlung ab. Insbesondere ältere Produkte beinhalten oft gefährliche Schad-stoffe, die heute verboten sind.
  • Bringen Sie die gesammelten schadstoffhaltigen Abfälle übersichtlich in einem Karton oder einer Plastikkiste zur Annahmestelle. So können sich die Mitarbeiter schnell einen Überblick verschaffen, was Sie mitbringen. So verhindern Sie außerdem, dass beim Transport etwas zu Bruch geht, wie z.B. in einer Plastiktüte.

Altbatterien, Akkus und Elektroschrott

Altbatterien und Akkus haben im Restmüll nichts verloren! Damit diese nicht achtlos in die Mülltonne geworfen werden, sind Kommunen und Handel dazu verpflichtet, sie kostenlos zurückzunehmen. Dies gilt für Knopfzellen ebenso wie für 9-Volt-Blöcke, Geräteakkus und Autobatterien. Hinter der Super-marktkasse befinden sich – meistens grüne – Sammelboxen für Altbatterien. Die Rückgabe ist kostenlos, unabhängig davon, ob Sie neue Energieträger kaufen oder nicht. Jedoch müssen Händler nur die Typen zurücknehmen, die sie selbst im Sortiment führen.

Ähnlich verhält es sich bei Autobatterien. Auch deren Rücknahme im Handel ist kostenlos. Jedoch gilt eine Sonderregelung: Wenn Sie beim Neukauf keine alte Batterie abgeben, müssen Sie 7,50 EUR Pfand bezahlen. Diese werden Ihnen bei der Rückgabe der ausgedienten Starterbatterie erstattet. Bewahren Sie dazu den Kassenzettel gut auf!

Es gibt mittlerweile viele Geräte mit fest eingebautem Akku – von Handys über Tablets bis hin zu Laptops. Diese gehören zum Elektroschrott und können bei kommunalen Sammelstellen kostenfrei abgebeben werden.

Auch Spraydosen können Schadstoffe enthalten

Farben, Lacke, Lösungsmittel

Bei Renovierungen fallen jede Menge Abfälle an: Von Farb- und Lackresten über Verdünner und Reiniger bis hin zu Terpentin, Holzschutz- und Abbeizmitteln. Sie gehören nicht in den Restmüll, sondern in den Sondermüll. Sie können diese Abfälle entweder auf ihrem regionalen Wertstoffhof abgeben oder bei einem Schadstoffmobil. Erkundigen Sie sich bei der Abfallberatung Ihrer Kommune nach den Möglichkeiten vor Ort. Von Tapetenresten, Kleister und eingetrockneter Dispersionsfarbe geht im Übrigen keine Gefahr aus. Diese Abfälle können deshalb im Restmüll entsorgt werden.

 

Beinhalten Schadstoffe: Energiesparleuchten

Energiespar- und Leuchtstofflampen

Auch wenn Energiesparlampen deutlich langlebiger sind als die klassischen Glühbirnen: Irgendwann gehen auch sie kaputt. Sie gehören nicht in den Restmüll oder ins Altglas, sondern zählen zum Sonderabfall. Warum? Bei Energiespar- und Leuchtstofflampen handelt es sich um sogenannte Entladungslampen. Damit sie funktionieren, enthalten sie das gesundheitsschädliche Quecksilber. Die eingesetzten Mengen werden zwar aufgrund technischer Weiterentwicklungen immer geringer, dennoch ist ein sorgfältiger Umgang mit ihnen besonders wichtig. In jeder Birne stecken ca. 2,8 Milligramm Quecksilber, in Neonröhren noch mehr. Über die Atemluft aufgenommenes Quecksilber kann sich im Körper anreichern und den Organismus langfristig schädigen.

Sollte eine Lampe zerbrechen, während sie brennt, ist besondere Vorsicht geboten. Denn sie setzt dann deutlich mehr Quecksilber frei als im ausgeschalteten Zustand. Öffnen Sie deshalb sofort ein Fenster, verlassen Sie den Raum, schließen Sie die Zimmertür und lüften Sie den Raum für mindestens 30 Minuten.

Auch von nicht eingeschalteten Leuchten geht eine Gefahr aus: Zerbrechen diese, wird zwar weniger Quecksilber freigesetzt, jedoch befindet sich der Rest an der Innenseite des Glases. Verwenden Sie zum Aufsammeln der Scherben nicht den Staubsauger! Die Abluft würde die giftigen Dämpfe im Wohnraum verteilen. Kehren Sie die Scherben stattdessen mit zwei Pappdeckeln zusammen, die sie dann gemeinsam mit der defekten Leuchte bei der Schadstoffsammlung abgeben. Um die Bruchteile der defekten Leuchte zu transportieren, bietet sich ein leeres Schraubglas an, das Sie mit dem Hinweis „quecksilberhaltiger Lampenbruch“ versehen.

Reinigungsmittel und Gartenchemikalien

Abfluss- und Rohrreiniger, Fleckentferner, Backofen- und Grillreiniger, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel – sie alle gehören in den Sonderabfall. Auf keinen Fall dürfen Sie im Restmüll entsorgt oder in den Abfluss gegossen werden! Es drohen schwere Umweltschäden, wenn die Chemikalien beispielsweise ins Grundwasser gelangen. Vollständig restenleerte Behälter gehören in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne.

Altmedikamente

Ob Hustensaft oder Pillen, Nasenspray oder Antibiotika, Salben und Cremes, Zäpfchen oder Spritzen – die korrekte Entsorgung von alten Medikamenten ist wichtig, damit sie unsere Umwelt und Gewässer nicht gefährden. In Deutschland gibt es bisher keine einheitliche Regelung zum korrekten Umgang mit alten Medikamenten. Stattdessen gibt es bundesweit eine Vielzahl unterschiedlicher Regelungen. Insgesamt gibt es vier mögliche Entsorgungswege, die zum Teil auch parallel bestehen können: Entsorgung über den Hausmüll, beim Schadstoffmobil, auf dem Recyclinghof und durch Rücknahme bei Apotheken auf freiwilliger Basis. Eins gilt jedoch überall: Medikamente dürfen nie in der Toilette oder über den Abfluss entsorgt werden! Genaue Informationen für Ihre Stadt oder Ihren Landkreis finden Sie unter dem folgenden Link: http://www.arzneimittelentsorgung.de/

 

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Über den Autor

Kati Meyer-Thiedig

Mitarbeiterin der Karl Meyer Unternehmenskommunikation seit 2011

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