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Herausforderung Elektronikschrott: Warum die richtige Entsorgung so wichtig ist.

Herausforderung Elektronikschrott: Warum die richtige Entsorgung so wichtig ist.

Das Radio rauscht nur noch, der Staubsauger saugt nicht mehr oder die Waschmaschine hat den Geist aufgegeben: Es ist ärgerlich, wenn ein elektronisches Gerät kaputt geht. Lohnt sich eine Reparatur nicht mehr oder ist sie nicht mehr möglich, muss es entsorgt werden. Aber bitte nicht im Hausmüll! Denn Elektronikschrott enthält wertvolle Rohstoffe wie z. B. Kupfer, Gold und Aluminium. Aber auch gesundheits- und umweltschädliche Stoffe wie z. B. Quecksilber, Blei oder Arsen. Für die Entsorgung von Elektronikschrott gelten ganz besondere Regeln. Welche das sind, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen. Und auch, wie Sie defekte Geräte kostenlos zurückgeben können.

Alles mit Kabel, Batterie oder Akku – Was ist eigentlich Elektronikschrott?

Aber wo fängt eigentlich Elektronik an? Ganz einfach: Alles, was ein Kabel hatte, batteriebetrieben war oder mit einem wieder aufladbaren Akku funktioniert hat, gehört in den Elektroschrott.  Neuere Geräte tragen ein Symbol, eine durchgestrichene Mülltonne. Es weist darauf hin, dass das Gerät nicht im Restmüll entsorgt werden darf. Die Bandbreite ist entsprechend groß. Schätzungen zufolge befinden sich in jedem deutschen Haushalt mehr als 50 Elektronikgeräte!

Zählen Sie doch einmal bei sich zuhause nach: Toaster, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Handrührgerät, Pürierstab, digitale Küchenwaage, Küchenmaschine, Waffeleiesen, Raclettegrill, Radio, E-Herd, Mikrowelle, Kühlschrank, Gefriertruhe, Fernseher, DVD- oder Blue Ray-Player, Spielekonsole, Telefon, Anrufbeantworter, Laptop, Tablet, Smartphone oder Handy, PC, Drucker, Monitor, Tastatur, Maus, Digitaluhr, Stereoanlage, Föhn, Rasierapparat, Bügeleisen, Wecker, Bohrmaschine, Rasenmäher, Akkuschrauber, elektrische Säge, Waschmaschine, Wäschetrockner, Staubsauger, Nacht- und Schreibtischlampe, Taschenrechner, Kamera und batteriebetriebenes Spielzeug – die Liste könnte endlos weitergehen. Die Größe des Gerätes entscheidet, wie bzw. wo Sie es entsorgen müssen.

Radio, Toaster, Telefon – Elektrokleingeräte

Kleine defekte Elektrogeräte können Sie bei Ihrem lokalen Wertstoffhof abgeben. In einigen Kommunen finden außerdem mobile Schadstoffsammlungen statt oder es stehen Elektronikschrott-Container zur Verfügung, z.B. hier: https://www.die-bremer-stadtreinigung.de/detail.php?gsid=bremen206.c.11201.de . Auch hier können Sie Elektrokleingeräte abgeben bzw. einwerfen.

Aber was genau ist ein Kleingerät? Alle Geräte, deren Kantenlänge 25 cm nicht überschreitet. Seit Oktober 2015 gilt das neue ElektroG. Seitdem können Sie defekte Kleingeräte auch im Handel zurückgeben, unabhängig davon, ob Sie ein neues Gerät kaufen oder nicht. Voraussetzung ist jedoch, dass die Verkaufs- bzw. Lagerfläche für Elektrogeräte mehr als 400 qm beträgt. Der stationäre und der Onlinehandel müssen Kleingeräte kostenlos zurücknehmen. Die Händler arbeiten mit Entsorgungsbetrieben zusammen. Diese recyceln bzw. entsorgen den Elektronikschrott fachgerecht.

Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler – Elektrogroßgeräte

Defekte elektrische Großgeräte vom Kühlschrank über Waschmaschinen bis hin zu Geschirrspülern können Sie ebenfalls zum nächsten Wertstoffhof bringen. Dort werden sie sachgemäß zerlegt oder entsorgt. Sie haben hierzu keine Möglichkeit? Dann können Sie sie bei der nächsten Sperrmüllabfuhr anmelden. Sie werden dann getrennt von anderem Sperrmüll eingesammelt.

Rücknahmepflicht der Händler – Nur bei Neukauf

Der Handel muss auch Großgeräte zurückzunehmen. Dazu zählen alle Geräte, die eine Kantenlänge von mehr als 25 cm haben. Jedoch gibt es eine Einschränkung. Denn die Verpflichtung gilt nur, wenn Sie ein neues, vergleichbares Gerät erwerben. Eine defekte Waschmaschine kann also nicht ohne Weiteres gegen einen neuen Trockner getauscht werden.

Alte Handys enthalten wertvolle Rohstoffe

Recycling der Bauteile

In Deutschland fallen pro Jahr etwa 1,7 Millionen Tonnen Elektronikschrott an. Vor allem Kleingeräte wie alte Handys liegen dutzendfach in deutschen Haushalten ungenutzt in Schubladen. Dabei sind darin eine ganze Menge wertvoller Edelmetalle, beispielsweise Gold, Silber und Kupfer sowie seltene Metalle enthalten. Wichtige Rohstoffe, die sich größtenteils wiedergewinnen lassen. Zur Veranschaulichung: In einer Tonne alter Handys stecken etwa 250 Gramm Gold. Aus einer Tonne Erzgestein einer sehr ergiebigen Goldmine lassen sich gerade mal 5 Gramm gewinnen. Schätzungen haben ergeben, dass allein das Gold der deutschen Schubladenhandys einen Marktwert von rund 75 Millionen Euro hat. Sehen Sie sich doch einmal zuhause um. Vielleicht finden Sie das eine oder andere Gerät, das Sie schon lange nicht mehr nutzen! Geben Sie es im Handel zurück, stellen Sie es bei der nächsten Sperrmüllabholung an die Straße oder bringen Sie es zum nächsten Wertstoffhof. Egal, wofür Sie sich entscheiden – überall ist es besser aufgehoben als in Ihrer Schublade oder der Restmülltonne.

 

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Über den Autor

Kati Meyer-Thiedig

Mitarbeiterin der Karl Meyer Unternehmenskommunikation seit 2011

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